Alewtina R.
Ich bin in der Ukraine geboren, in Deutschland aufgewachsen und lebe nun in der Schweiz. Je 1/3 meines Lebens habe ich in einem anderem Land verbracht. Die unterschiedlichen Kulturen haben mich vielfältig geprägt und davon profitiert auch meine Schreibkunst.
Gute Tat

Gute Tat #29
Heute habe ich wieder Fahr-Einkaufs-Entsorgungsdienst gemacht für jemanden der kein Auto hat.
Außerdem haben mein Sohn und ich wieder einmal Bücher und Hörspiele aussortiert und einen ganzen Teil davon an Freunde und Bekannte verschenkt.
Und zur Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft wurde nicht im Supermarkt, sondern in einem Hofladen Brot und Gemüse gekauft.
Zum Abschluss vom Tag habe ich drei kleinen Kindern und einem Großen Eis spendiert. Also ist heute offizieller Frühlingsbeginn!

 

Gute Tat #30
Heute dürfte ich erneut einiges von den aussortierten Hörbüchern und Kinderschuhe verschenken.
Und dank einem einfachen Aprilscherz (Salz mit Zucker vertauscht), habe ich heute zumindest zwei Leute zum Lachen gebracht. Diejenige die Salz zum würzen beim Kochen benötigt hat, fand das nicht ganz so lustig.

 

Gute Tat #31
Heute war es wieder dran jemandem in Not mein Ohr und meine Zeit zu leihen. Schließlich ist die Zeit das wertvollste Gut, das wir verschenken können.

 

Gute Tat #32
Heute Morgen habe ich auf dem Weg zum Zoll eine Mama, mit Maxicosi im Gepäck, überholt um ihr beide Türen hintereinander zu öffnen. Die junge Frau war sehr dankbar und schnaufte ganz schön. Nach dem Stempeln bot ich ihr an beim Tragen ins Auto zu helfen. Sie hatte dankend abgelehnt. Verstehe ich. Schließlich hätte ich mein Kind auch nicht jedem in die Hand gedrückt.
Da für mich heute Sonntag ist (habe nach ein paar Tagen Arbeit frei), hatte ich auch ausreichend Zeit für Ruhe und somit auch fürs Gebet. Wovon ich persönlich sehr überzeugt bin. Da ging es um Stellensuche fürs Praktikum, Gesundheit, unkomplizierte Schwangerschaften, finanziellen Segen, bestandene Prüfungen, gesunde Beziehungen, eine neue Wohnung und vieles mehr… Die Tatsache, dass bereits viele meiner Gebete erhört wurden, motiviert mich immer wieder aufs Neue!

 

Gute Tat #33
Mir persönlich ist ja Umweltschutz sehr wichtig und deswegen achte ich auch stets darauf unsere Ressourcen nicht zu verschleudern.
Heute habe ich besonders auf den Energieverbrauch geachtet. Das heißt zum Beispiel, dass ich auch hinter anderen das Licht ausgeschaltet habe, Geräte die nicht in Betrieb waren ganz abgestellt habe, gekocht wurde natürlich mit Deckel und das Handy wurde bei Nichtgebrauch ganz ausgeschaltet. Spart auch Strom.
So kann jeder im kleinen etwas gegen die Energieverschwendung tun.

 

Gute Tat #34
Heute gab mehr als einer Handvoll Gründe, um auf die Palme zu steigen, mich aufzuregen, sauer, enttäuscht und wütend zu sein. Im ersten Moment kommen all diese Gefühle hoch, wenn ich mich hintergangen fühle, wenn meine Mitmenschen sich nicht an Absprachen halten und vor allen Dingen wenn nach meinem Empfinden jemand ungerecht behandelt wird.
Aber zum guten Glück hatte ich heute Vormittag einen ausgezeichneten Workshop zum Thema „Schuld und Sühne“, in dem es auch um Vergebung ging.
Für mich heißt es heute auch praktisch, dass ich mich dafür entscheide zu vergeben. Dies bedeutet (aus psychologischer Sicht), dass ich auf den Schuldvorwurf und den Anspruch auf Wiedergutmachung verzichte. Es macht die Tat nicht ungeschehen. Aber es macht mich frei von negativen Gefühlen und ermöglicht mir eine andere Perspektive. Somit kann ich meinem gegenüber wieder neutral begegnen, ohne nachtragend zu sein.

„Vergeben wird nicht die Tat, sondern vergeben wird dem Täter. Und schließlich bedeutet Vergebung sich selbst etwas Gutes zu tun.“

 

Gute Tat #35
Heute habe ich einer Kollegin ein Eis ausgegeben. Ich konnte sie doch nicht dem fiesen Heißhunger überlassen.

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Gute Tat

Gute Tat #22
Eins vorweg: mein Tag verlief heute so ganz anders als erwartet.
Da ich heute frei habe (ist übrigens der Lohn dafür, dass ich am Wochenende arbeiten darf), habe ich die Besuchstage in der Schule genutzt, um meinen Sohn zu besuchen und mir einen Eindruck von seinem Unterricht zu verschaffen. Er hat sich sehr gefreut. Und ich geniesse es den Kindern in der Klasse jahrelang beim Wachsen zuzusehen.
Am Mittag war eine Badminton-Session geplant. Leider wurde meine Spielpartnerin krank. So hatte ich aber die Gelegenheit mal wieder den Backpinsel zu schwingen. Daraus sind Möhren-Orangen-Muffins entstanden die ich heute verschenkt habe. Als erstes sollte mein jüngstes Patenkind in den Genuss kommen. Als ich die frohe Botschaft mitteilen wollte, erzählte mir meine Freundin (die Mama des wunderbaren Kindes), dass sie sich auf dem Balkon ausgesperrt habe. Aber alles gut. Der Schlüsseldienst ist unterwegs. Somit warten die guten Muffins geduldig im Milchkasten (ich lebe diese vielseitigen Kästchen!). Die zweite Ladung ging an mein älteres Patenkind. Doch bevor diese verköstigt werden konnte, kam der Notruf…
Meine Freundin ruft mich weinend an und berichtet, dass sie immer noch auf dem Balkon ausgesperrt ist (mittlerweile waren das laaaaaaaange 90 Minuten bei 9 Grad und ohne ausreichende Bekleidung). Ihre zweijährige Tochter habe sich geschnitten und steht blutend vor der Glastür. Horrorbilder schiessen durch meinen Kopf. So schnell wie zu diesem Zeitpunkt habe ich kein Haus verlassen.
Kennt Ihr das? Wenn es schnell gehen soll, zieht sich die Zeit wie Baumharz. Dann kommen mir 15 Minuten Autofahrt unendlich vor und alle anderen Verkehrsteilnehmer fahren gefühlt im Schneckentempo.
Unterwegs haben wir das Telefonat aufrechterhalten und ich habe irgendwie versucht meine Freundin zu beruhigen. Als ich ankam war der Schlüsseldienst immer noch nicht da. Leider hatten Menschen, Computer und der Verkehr in diesem Fall einen negativen Einfluss auf die Situation.
Nach zwei Stunden – als der Schlüsseldienst vor Ort war hat es zum Glück keine 60 Sekunden gedauert bis er die Tür öffnen konnte – konnte ich in die Wohnung und meine Freundin „befreien“. Kurze Bestandsaufnahme: Mama in Ordnung auch wenn etwas unter Schock. Kind hat eine leichte Schnittverletzung. Es gibt ein neues Schloss. Glasscherben und Blut werden beseitigt.
Danach kommt der zweite Schreck: Der Schlüsseldienst kostet 600.- CHF (und er hat 100.- CHF Rabatt gewährt, weil es so lange gedauert hat). Bezahlt wird bitte sofort, sonst baut er den neuen Zylinder aus und die kleine Familie bleibt ohne Wohnungstürschloss. Welches alleinerziehende Elternteil hat bitte so viel Geld am Ende vom Monat zuhause herum liegen???
Also bin ich kurzerhand nach Hause gedüst, habe alle meine Sparstrümpfe geleert (auch die von meinem Sohn) und habe die Rechnung beglichen.
Das war Tag 22. Bin wirklich neugierig und gespannt was mir der Rest vom Jahr noch bringt.

 

Gute Tat #23
Obwohl ich diesen Vers erst am Abend gelesen habe, zeigt er deutlich meine heutige Haltung:
„Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Geht in Liebe aufeinander ein!“ (Epheser‬ ‭4:2‬ ‭HFA‬‬)
Wenn mein Kind wieder ein mal bei den Hausaufgaben streikt, entscheide ich mich dafür geduldig zu bleiben.
Wenn mein Patient mich innerhalb einer Stunde alle zwei bis drei Minuten nach der Uhrzeit fragt, entscheide ich mich dazu gelassen zu bleiben.
Wenn die Bedienung im Restaurant mich keines Blickes würdigt und statt dessen in der Küche (laut hörbar) über mich und meine Begleitung her zieht, entscheide ich mich freundlich zu bleiben.
Ich glaube an Veränderung im Kleinen. Und auch daran, dass jeder einzelne etwas bewirken kann.

 

Gute Tat #24
Heute Abend habe ich mich entschieden meine Zeit und mein Gehör zu verschenken. Also habe ich mit zwei wunderbaren Frauen telefoniert, die ich schon länger nicht mehr gesprochen habe.

 

Gute Tat #25
Heute habe ich einer Freundin zum Essen kaufen Geld geliehen.
Dann habe ich noch das Netzkabel für ein iPhone verleihen dürfen. Ach, was waren das noch schöne Zeiten, als man das Nokia Handy nur ein mal in der Woche aufladen musste.
Bei der Arbeit habe ich feuchtwarme Wickel gegen Rückenschmerzen gemacht.
Außerdem habe ich für eine Freundin einen geruchsneutralisierenden Raumduft mit ätherischen Ölen erstellt. (Gut bei Haustiergerüchen oder wenn beide Kinder Magen-Darm-Grippe haben. 😉)
Und gleich nach Feierabend ziehe ich los, um meine Kollegin bei ihrem Live-Auftritt auf der Bühne moralisch zu unterstützen. 🎶🎙

 

Gute Tat #26
Heute habe ich mich dazu entschieden meine weiße Armbanduhr zu verschenken. Schließlich hatte ich drei davon und nur zwei Arme. Und die Beschenkte konnte sich keine einzige leisten.

 

Gute Tat #27
Heute gab es Trinkgeld für den Zweiradmechaniker, der sich, trotz der vielen Arbeit, so richtig ins Zeug gelegt hat unser Fahrrad so schnell wie möglich zu reparieren.

 

Gute Tat #28
Wenn du mit einem dankbaren und großzügigen Herzen morgens aus dem Bett springst. (Na gut, heute bin ich eher aus dem Bett geschlichen. Aber sehr motiviert.) Wird dir das Leben die Augen für viele Gelegenheiten öffnen.
Zunächst war es mir heute ein Anliegen jemandem Danke zu sagen, der es sonst nicht/nie hört. Und deswegen fiel meine Wahl auf die Mitarbeiter im TASCH (Tagesraum Schaffhausen). Die täglich und Jahr für Jahr die Drogenabhängigen in unserer Stadt empfangen, ihre Wunden versorgen, Ihnen sauberes Spritzbesteck zur Verfügung stellen und letztendlich auch dadurch gewährleisten, dass unsere Wälder und Spielplätze von benutztem Drogenbesteck sauber bleiben.
Als Dank habe ich Ihnen heute eine Tasche voll mit frischem Obst, Keksen und Schokolade gebracht. Die Überraschung war groß und ich wurde zunächst schon beinahe mit Skepsis empfangen. Nachdem meine Motivation geklärt war, wurde das Dankeschön auch mit freudigem Herzen angenommen. Das Beste waren aber die vier Klienten die ich vor Ort getroffen habe, die mich ebenfalls mit einem Lächeln herzlich begrüßt haben. –> Das ist im Alltag bei den meisten Menschen leider nicht so selbstverständlich.
Bei meinem Einkauf zuvor ist mir eine junge Frau ins Auge gesprungen, die bettelnd vor dem Supermarkt saß. Ich sage euch eins, ich treffe meistens dann auf Bettler, wenn mir nicht gerade nach Geben und Unterhaltung ist. Aber die Überwindung zur Kontaktaufnahme lohnt sich jedes Mal!
So habe ich heute Ildiko (23 Jahre) aus der Slowakei kennen gelernt. Leider habe ich kurzfristig niemanden ans Telefon holen können, der mir aus dem ungarischen übersetzen kann, um mehr von ihrer Geschichte zu erfahren. Klar war nur, dass sie in ihrem Auto schläft und Geld für Essen sammelt. Also sind wir gemeinsam zum Einkaufen und sie dürfte den Einkaufswagen füllen mit allem was sie braucht. Nachdem die Einkäufe in ihrem Auto verstaut waren, die Frau hatte nicht mal eine richtig warme Decke im Auto für die Nacht, hat Ildiko sich herzlich bedankt. Und ich habe sie mit einem Segen meinerseits verlassen.
Für heute ist es nun gut mit den guten Taten aus Liebe. Ich tauche unter und überlasse meinen Antikörpern den Kampf gegen die hartnäckigen Viren. Dabei ignoriere ich so gut es geht die Wirkung der Prostaglandine in meinen Gliedern. Bis bald.

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Gute Tat

Gute Tat #15
Ich schätze es sehr, wenn meine Fähigkeiten anderen Menschen zu Gute kommen. Heute dürfte ich für meinen Kollegen vom Russischen ins Deutsche übersetzen. An dieser Stelle: Danke Mama, dass du immer darauf bestanden hast, dass wir unserer Muttersprache nicht verlernen.
Ausserdem hatte ich die Gelegenheit meine Computerkenntnisse mit einem weiteren Kollegen zu teilen.
Und was ich ausserordentlich gerne tue, ist Komplimente verteilen. Selbstverständlich sollten diese auch ernst gemeint sein, damit es beim Gegenüber auch das Herz erreicht. Dazu hatte ich heute gleich mehrfach die Chance.
Für alle die manchmal an sich selber zweifeln, mein heutiges Lieblingszitat:

Wenn wir der Versuchung widerstehen, andere bestimmen zu lassen, wer wir sind, werden wir nach und nach die Sonne zum strahlen bringen, die in unserer Seele wohnt. (P. Coelho)

Gute Tat #16
Heute bin ich ganz Mama und tupfe und kühle die glühenden Bäckchen meines Sohnes ab. Kinderkrankheiten sind ja so ätzend. Dafür ist er aber bald immun.
Außerdem leiste ich der Umwelt heute wieder mal meinen Beitrag. Ich nehme zum einkaufen stets eine Stofftasche mit. Diese kann mehrfach verwendet werden und belastet die Umwelt nicht so sehr wie Plastik!

Gute Tat #17
Heute habe ich einen kranken Kollegen auf der Sicherheitsstation vertreten. Ich habe dafür auf Sonne und frische Luft verzichtet. Im Gegenzug dürfte ich gute Gespräche mit interessanten Menschen führen.
Außerdem habe ich einer Frau die schwer krank ist eine Karte geschrieben mit positiven Worten, um sie aufzumuntern und Ihr Hoffnung zu zusprechen.

Gute Tat #18
Nach meiner Frühschicht sind wir heute spontan ins Hallenbad. Etwa an acht von zehn mal vergesse ich die zwei Franken Münze für den Schrank, um meine Wertsachen abzuschließen. In den Umkleideräumen merke ich, dass es einer weiteren Mama mit Kind gleich geht. Also schlüpfe ich nochmal schnell in meine Kleider und sprinte die Treppen hoch zur Kasse, um dort meinen Schein in Münzen zu wechseln. Natürlich hole ich gleich mehrere Münzen und gebe eine davon ab.
Seit Tagen mache ich mir einen frischen Smoothie zum mitnehmen. Da mein Sohn auch davon begeistert ist, mache ich heute gleich für ihn einen mit.

Gute Tat #19
Heute wurde wieder Abfall gesammelt wo es nur ging… Wald, Parkplatz, Fußgängerweg…
Der Brunch für die Patienten wurde besonders schön und mit viel Liebe her gerichtet. Das Auge isst schließlich mit.
Und am Abend gab es für meinen Lieblingsmarathonläufer eine Beinmassage.

Gute Tat #20
Heute Mittag hatte ich einen Arzttermin. Die perfekte Gelegenheit für eine gute Tat. Vorher habe ich eine Dankeschön-Karte geschrieben, getrocknete Apfelringe und Schokolade gekauft. Damit bin ich dann zur MPA (medizinische Praxisassistentin) und habe ihr und dem Team für die tolle Arbeit gedankt die sie Tag für Tag leisten. Sie hat sich so gefreut und gestrahlt. Herrlich!

Gute Tat #21
Heute habe ich beschlossen selber das Mittag essen zu kochen. Und unserer Au Pair damit eine Freude zu machen. Da hatte ich natürlich auch was davon, da ich sehr gerne für andere koche. Es gab einen leckeren Hack-Nudel-Auflauf. Und es war sehr schön mal wieder zu dritt am Mittagstisch zu sitzen.
Am Nachmittag kam dann ein Notruf von einer Freundin, die Mama von halbjährigen Zwillingen ist. Die Kinder sind krank und ihr Vorrat an Karotten-Gläschen neigt sich dem Ende. Also düse ich schnell zum Supermarkt und hole Nachschub. Dabei habe ich heute erst gelernt, dass es weiße Karotten gibt.

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Gute Tat

Gute Tat #8
Wenn du die stille Kraft der Literatur zu schätzen weißt und Überraschungen liebst, dann melde dich bei mir. Da mir dieses Buch wärmstens empfohlen wurde, habe ich es in doppelter Ausführung gekauft und würde es dir gerne schenken.

Gute Tat #9
Heute habe ich einer Frau zu ihrem Aussehen ein Kompliment gemacht.
Außerdem habe ich darauf geachtet jedem Menschen mit einem Lächeln zu begegnen. Denn gerade diejenigen die grummelig drein schauen, haben doch ein freundliches Lächeln am meisten nötig.
Einer Freundin die heute Geburtstag hat, habe ich nicht nur gratuliert, sondern ihr auch alles geschrieben was ich an ihr schätze und ihr gezeigt wie wunderbar sie ist.

Gute Tat #10
Heute Morgen um 6:45 Uhr beim Bäcker, habe ich mich dazu entschlossen den Mann mit seiner „acht-Tonnen-Gipfel-Bestellung“ vor zu lassen, da er es scheinbar eiliger hatte als ich mit meinen zwei Gipfeln.
Am Nachmittag hatte ich gleich zweimal die Gelegenheit einen Fahrdienst zu leisten. Zunächst habe ich für eine Arbeitskollegin die Fahrt mit dem VW Bus übernommen, da sie nicht gerne große Fahrzeuge lenkt. Später habe ich einen Freund zum Feuerwehrdepot gefahren. Und gleich wieder zurück. 😉
Auf dem Heimweg habe ich alle Fahrzeuge aus den Seitenstraßen vor gelassen, da hatte der Fahrer hinter mir richtig Freude daran. 😄
Und jetzt gehe ich die Kehrwoche machen. (siehe gute Tat #3)

Gute Tat #11
Der heutigen guten Tat geht ein monatelanges Flehen meines Sohnes voraus: „Mama, können wir bitte klettern gehen!?“
Ja, für heute haben wir es uns vorgenommen. Nach einem acht Stunden langen Frühdienst, dem nur sechs Stunden Schlaf voran gegangenen sind, schwindet mein Wunsch aber auf einen Besuch in der Kletterhalle zusehends. Die Kopf- und Halsschmerzen tragen auch nicht gerade zur Motivationssteigerung bei. Nun gut, ich überwinde mich trotzdem. Und es hat sich gelohnt. Sein abschließender Kommentar: „Mama, das war einer der besten Tage!“
Am Mittag habe ich eine Kollegin beim Frühjahrsputz im Garten und auf der Terrasse unterstützt. Nur mal so am Rande: Gartenarbeit ist voll nicht mein Ding! Lieber bügele ich Socken oder zähle Zahnstocher. Aber das Unkraut zwischen den Steinen zu entfernen ging gerade so. Dafür habe ich mich beim fegen der Terrasse voll ins Zeug gelegt. In einer dunklen Ecke habe ich das heimliche Lager einer unserer Stationskatzen entdeckt: 6 tote Mäuse! Jede einzelne in einem anderen Stadium der Verwesung. Uffff!!

Gute Tat #12
Heute habe ich mich richtig ins Zeug gelegt meine (größtenteils lethargischen) Patienten zu einer Aktivität in der Frühlingssonne zu motivieren.
Am Abend habe ich mir die Zeit genommen eine Freundin in der Erziehung von einem Kleinkind zu beraten. Mama sein erfordert manchmal seeeeeeeehr viel Geduld. An alle Eltern da draußen: Ihr macht einen überaus wichtigen super Job! Danke. Bleibt gelassen. Es lohnt sich.

Gute Tat #13
Voller Tatendrang am frühen Morgen, habe ich heute 10 meiner Halstücher/Schals, sowie einige meiner Ohrringe für die Kleidertausch-Party heute Abend aussortiert. Eine gute Sache so ein Kleidertausch. Nimmst die Sachen mit die du nicht mehr brauchst oder nicht mehr gerne trägst. Diese bekommt dann jemand, der Freude daran hat. Und du findest vielleicht auch das eine oder andere Stück das du mit nach Hause nimmst. Und das alles ohne Geld ausgeben. Sinnvoll und Freude bringend.
Am Mittag habe ich wertvolle Gesprächszeit mit einer Freundin verbracht und ihren Espresso bezahlt. Und anschließend das Wechselgeld im Parkautomaten zurück gelassen, da es mir selber schon einige Male an Kleingeld gemangelt hat und der Automat sich stets weigerte meine Euro-Münzen anzunehmen.
Ich habe heute 20 Minuten meiner Zeit für eine Umfrage im Rahmen einer Masterarbeit verschenkt. Immer wieder gern.
Nun gehe ich mit meinen Montagsfrauen gemeinsam essen. Jeder bringt einen Teil der Zutaten mit. So teilt man sich die Kosten und die Mühe. Gute Sache!

Gute Tat #14
Heute Morgen habe ich an eine wunderbare Frau einen Jahreskalender mit Sprüchen für „freche“ Frauen verschenkt. Das hat uns beiden herzliche Lachsalven bereits schon im Auto beschert.
Dem Mann der sich an der Kasse vor mich gedrängelt hat – ich hätte ihn sowieso gerne vor gelassen – habe ich ein herzliches Lächeln geschenkt.
An dieser Stelle ein Zitat von Paulo Coelho:

Geh weder schneller noch langsamer als deine Seele. Denn sie is es, die dich lehrt, wozu jeder Schritt gut ist. Manchmal kann man durch die Teilnahme an einem grossen Kampf dazu beitragen, den Lauf der Geschichte zu verändern. Manchmal aber genügt dazu ein Lächeln, das du einem Wildfremden schenkst, der dir auf der Strasse begegnet. Ohne dass du es wissen wolltest, hast du ihm dadurch möglicherweise das Leben gerettet, weil auch er sich nutzlos und nicht gebraucht fühlte und vielleicht kurz davor stand, sich das Leben zu nehmen… bis dein Lächeln ihm wieder Hoffnung und Zuversicht gab.

Später hatte ich die Gelegenheit meine Bohrmaschine zu verleihen. Ich finde es sowieso viel nützlicher und nachhaltiger, wenn nicht jeder von uns alles besitzt, sondern wir statt dessen unseren Besitz sinnvoll teilen und einsetzen.
Dann habe ich meinen Kuchen verschenkt. Kommt mir persönlich auch zugute weil ich aus gesundheitlichen Gründen mal eben kurz auf Zucker verzichten darf.

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Gute Tat

Gute Tat #1
Ein wunderbarer Tag voller Möglichkeiten Gutes zu tun. Dabei musste ich heute nicht einmal auf die Suche gehen. Zunächst einmal war ich mit einer Freundin einkaufen (sie hat kein Auto und ich fahre sowieso jede Woche zum Supermarkt, also tun wir uns zusammen), da sie sich einen Zeh gebrochen hat biete ich ihr an ihre Einkäufe hoch zu tragen. 4. Stock – kein Aufzug natürlich. Ich bin zweimal gelaufen, also hab ich in diesem Fall auch schon mein tägliches Fitnessprogramm absolviert. Die Avocado die in ihrer Tasche gelandet ist, überlasse ich ihr selbstverständlich auch. Guacamole gibt es halt erst nächste Woche wieder.
Vor dem Supermarkt saß ein Bettler, dass mindeste was ich in so einem Fall hergebe ich ein Lächeln und ein Hallo. Heute habe ich mich zusätzlich für ein Fleischkäse-Brötchen, zwei Berliner und eine Limonade entschieden. Sein dankbares Strahlen war die 6,56 € auf jeden Fall wert. Und da ich in einem positiven Flow bin, lasse ich den Mann an der Kasse, der nur eine Zeitschrift kaufen wollte, selbstverständlich auch vor. Bäääm – noch ein Lächeln.
Am Nachmittag entscheide ich mich spontan eine Freundin zu besuchen und bringe ihr (da ich weiss dass sie diese sehr gern hat) Cupcakes mit. Auch dieser Umweg in die Bäckerei hat sich mehr als gelohnt.
Da heute die Fastenzeit beginnt, habe ich beschlossen (um mehr stille Zeit und Zeit fürs Gebet zu haben) auf TV und Filme 40 Tage lang zu verzichten. Diejenigen die mich schon eine Weile kennen wissen, dass es mir als Filmjunkie absolut nicht leicht fallen wird. Aber auch da bin ich der Meinung, dass sich das lohnt. Aus diesem Grund mochte ich aber jemanden meinen Online-Streaming Dienst für diese Zeit zur Verfügung stellen. Du kannst bis Ostern 10 aktuelle Filme pro Monat online streamen (Internet TV, Notebook, Natel, Tablet), oder unbegrenzt DVDs und Bluerays nach Hause bestellen (nur in der Schweiz möglich). Wenn du Interesse hast, so schreibe mir doch eine Nachricht.
Und zu guter letzt investiere ich eine Stunde meiner Zeit (die habe ich nun ja, da ich heute keinen Film schauen werde und auch die Folge „Bachelor“ lasse ich weg), um eine Abschlussarbeit zu korrigieren.

 

Gute Tat #2
Auch am heutigen Arbeitstag bieten sich mir Chancen Gutes zu tun. Einer Arbeitskollegin habe ich ein Getränk aus der Cafeteria spendiert und einer anderen, deren Magen schon laut klagend geknurrt hat, die Hälfte meines Mittagessens (keine Sorge ich hatte ausreichend zu essen – der große Vorteil daran etwas mehr als nötig zu kochen ist, dass man es teilen kann) überlassen.
Mein Highlight jedoch war ein Post-It Zettel am Spiegel der Toilette -> ich hatte „du bist schön“ drauf geschrieben und damit zwei Frauen ein Lächeln geschenkt. Nun bereite ich für die drei Kinder, die ich heute Abend bekochen darf, eine Schokoladenmousse zu. Einfach so!

 

Gute Tat #3
Heute bin ich ganz und gar im Geber-Modus, also nutze ich die Zeit vor dem Spätdienst um einige meiner Besitztümer auszusortieren. Für ein Paket in die Ukraine sortiere ich Kleider aus. Es sind auch welche dabei die ich bis zuletzt gerne getragen habe, doch es sind immer noch genügend Kleider in meinem Schrank.
Danach ist die Küche dran. Auch dort finden sich Utensilien die ich schon länger nicht mehr verwendet habe. Diese verschenke ich an meine Freunde via Facebook, oder spende sie an Flüchtlinge und Asylsuchende.
Zudem beschließe ich ab heute jede Woche die Kehrwoche (das Reinigen des Treppenhauses) zu übernehmen. Das hat eine Vorgeschichte. Mein Nachbar – wohnt direkt gegenüber – und ich waren in den letzten 11 Jahren bereits häufiger unterschiedlicher Meinung darüber wer nun an der Reihe sei. Ich hatte zweimal ein Gespräch mit ihm gesucht, wurde jedoch abgeblitzt. Statt dessen beklagte er sich lautstark bei den anderen Nachbarn, dass ich meinen Beitrag nicht leiste. Ich schiebe das nicht seinen stattlichen 93 Jahren (!) zu, sondern seinen zwanghaften Gewohnheiten. Nun, ab heute putze ich eben jede Woche und stelle ihm seine Fussabtrettmatte so hin, dass erkennbar wird dass sauber gemacht wurde. Bin gespannt wie das ankommt.
Beim Einkaufen mit den Patienten nutze ich die kurze Pause in der Toilette, um wieder meine „du bist schön“-Zettel am Spiegel zu platzieren. Dabei frage ich mich ob wohl schon jemand untersucht hat, welche Kabine am häufigsten genutzt wird. Vorne? Hinten? Links oder rechts? Das Ergebnis würde meine ich-verteile-positive-Botschaften-Quote womöglich beträchtlich steigern. Außerdem merke ich ja, dass ich mit dieser Methode nur die Frauen erreiche. Muss mir also dringen Gedanken darüber machen, mit welcher Methode ich den Männern anonyme Komplimente zukommen lassen kann. Dabei taucht eine weitere Frage auf! Was hören Männer gern? „Du bist genial!? Du bist der beste!? Du bisch en gaile siäch!?“ Für Tipps und Ideen bin ich sehr dankbar.

 

Gute Tat #4
Heute Vormittag beschließe ich mit meinem Sohn gemeinsam Saxophon zu üben (ich begleite ihn am Klavier), um seine Motivation zu steigern. Da er aber aus einem anderen Grund bereits vorher frustriert war, schmiss er das gemeinsame Üben nach weniger als fünf Minuten hin und ging stinkig alleine weiter spielen. Meine gute Tat war somit hinfällig. Andererseits soll man als Eltern seine Kinder ja einmal täglich frustrieren, damit sie zu besseren sozialen Wesen werden. Was ich mit meiner Aussage – „Lass deine schlechte Laune bitte nicht an mir aus.“ – sicherlich auch getan habe.
Später wollte ich meinem Sohn noch ein paar Tipps dazu geben, wie man leichter auf das Fahrrad steigt (der Rahmen von seinem neuen Fahrrad ist für seine Größe etwas zu hoch) und anschließend eine kleine Fahrradtour mit ihm machen. Im Keller angekommen musste ich feststellen, dass mein Fahrradventil hinüber ist und der Platten am Vorderrad sich nicht sofort beheben lässt. Fahrradtour gestrichen. Immerhin lernt er aber das Auf- und Absteigen von mir.
Am Nachmittag möchte ich in der Drogerie der Kassiererin das Wechselgeld schenken, sie hebt nur die Augenbrauen und gibt mir das Geld mit der Bemerkung „das darf ich nicht nehmen“ zurück. Manchmal ist es gar nicht so einfach großzügig zu sein.
Immerhin darf ich das Abendessen für meine Mama und meinen Sohn bezahlen. Und habe kurz darauf meinem Sohn gesagt, dass er sehr schlau ist. (Oma: „Wir müssen unbedingt noch Kaugummi kaufen. Ich halte es ohne nicht aus.“ Mein Sohn: „Babi du schaffst das sicher, schließlich hast du es ja auch ohne Zigaretten geschafft.“ Bravo!)
Meine „härteste“ gute Tat heute war es aber jemandem 1 Stunde zuzuhören. Nichts besonderes denkst du! Mag sein. Trifft aber nicht bei Menschen zu die ohne Unterbruch nur über sich reden, die dich zuvor mehrmals verletzt haben, die du nicht unbedingt zu dir nach Hause einladen würdest und die dich erst beim heraus gehen fragen wie es dir selber eigentlich geht.

 

Gute Tat #5
Die heutige gute Tat wird voraussichtlich einige Monate andauern. Da meine Mama aus gesundheitlichen Gründen die nächsten Wochen / Monate nicht zuhause sein wird, nehmen wir ihre Katze zu uns nach Hause. Ich investiere Zeit, Geld, viel Liebe und verzichte auf Schlaf (Trixie möchte jeden Morgen pünktlich gefüttert werden und schläft auch nachts nicht gern allein) dafür. Allerdings werde ich hingegen mit vielen Schmuseeinheiten, einem kostenlosen Weckdienst, wohltuendem Schnurren und einem glücklichen Katzengesicht belohnt wenn ich nach Hause komme.
Meine zweite gute Tat für heute besteht darin in der Krise einen Schritt zurück zu gehen und mir Zeit zu nehmen nach zu denken. Das hat dazu geführt, dass mein Sohn anstatt einer ungerechten und sinnlosen Strafe, eine sinnvolle Konsequenz seiner Handlung erfahren dürfte. Erziehung ist nicht nur herausfordernd, sondern macht auch noch Spaß.
Die letzte Tat gilt für heute meinem Liebsten. Seine geschundene Wadenmuskulatur erhält nun eine Massage von mir.

 

Gute Tat #6
Nach einem Gespräch mit einer Freundin heute Morgen, habe ich mich dazu entschlossen wiederholt einen kleinen Betrag an die ASAF (Asien-Afrika-Mission E.V. und zwar an das Projekt „Osiligi – Hoffnung für Kinder“) zu spenden. Denn es berührt mich zutiefst zu hören wie Brigitte Winkels, mit den wenigen Mitteln die ihr zur Verfügung stehen, im Land der Massai Hoffnung, Liebe und Güte aussäet. Den richtigen Zeitpunkt zum spenden gibt es in meinen Augen nicht. Die Rechnungen flattern jeden Monat ins Haus und auch diesen Monat verwalte ich mein Budget achtsam. Dafür bin ich aber der Meinung, dass jeder mit dem was er geben kann auch Großes bewirken tut.
Zudem habe ich im Rahmen einer meiner Entrümpelungsaktionen diverse Kosmetikartikel aussortiert, die ich heute meinen „Montagsfrauen“ in der Kleingruppe schenken werde.

 

Gute Tat #7
Heute morgen habe ich via TEDTalks einen Vortrag von Jeff Kirschner darüber gehört, wie seine Kinder ihn dazu inspiriert haben – durch Abfall sammeln – die Welt ein Stück zu verbessern. Er kreierte eine App „Litterati“ wodurch mittlerweile eine weltweite Gemeinschaft von Müllsammlern entstanden ist. Ratet mal wer ab heute mit sammelt!? Und nein, ich werde nicht von jedem Abfallstück dass ich von nun an einsammle, ein Foto machen. Aber es ist gut zu wissen, dass auch andere ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Lasst uns die Welt gemeinsam säubern/verbessern. Stück für Stück.
Am Nachmittag hatte ich die Gelegenheit einem Mann ohne Auto seine Einkäufe nach Hause zu fahren.
Und um das ganze heute abzurunden, habe ich am Abend – nachdem unsere AuPair unerwartet die Kündigung eingereicht hat – beschlossen mit Verständnis und positivem Zuspruch zu reagieren.

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Gute Tat

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Das ganze letzte Jahr hat mich das Thema Dankbarkeit durchs Leben begleitet. Ich habe durch das tägliche Schreiben wofür ich dankbar bin nicht nur meine Sicht auf das Leben verändert, sondern auch postitive Veränderungen in meinen Gedanken und in meinem Umfeld erlebt. Dadurch wurde ich um so vieles glücklicher und erfüllter.

Nun möchte ich einen Schritt weiter gehen und meinen Fokus von mir auf andere und meine Umgebung legen. Ich möchte meinen Mitmenschen und meiner Umwelt Gutes tun. Und wiederum jeden Tag über diese guten Taten schreiben. Einerseits verpflichtet mich das (durch das öffentliche Schreiben wird es verbindlich) und motiviert mich durchzuhalten, andererseits hoffe ich aber auch, dass es auch erneut andere anstecken und inspirieren wird.

Du fragst dich vielleicht was mich dazu motiviert oder warum ich das tue? Nun, ganz einfach: zunächst weil mich das mit Freude erfüllt meinen Mitmenschen etwas Gutes zu tun und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und dann auch weil ich glaube, dass diese guten Taten (man könnte es auch Nächstenliebe nennen) sich ansteckend verbreiten. Und ich wünsche mir nichst sehnlicher als das. Ich möchte nicht drauf wartet, dass die Welt sich verändert oder besser wird, sondern selbst aktiv etwas dafür tun. Wie ein guter Mann stets zu sagen Pflegte…

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! (Erich Kästner)

Ich freue mich darauf zu sehen, was dieses Jahr durch die guten Taten bringt und darauf dass du mich durch dieses Abendteuer begleitest. Falls du Anregungen, neue Ideen oder Kritik für mich hast, freue ich mich über einen Kommentar oder eine Nachricht von dir.

Los geht es am 1. März – zeitgleich beginnt die Fastenzeit. 😉 Ich werde auf meiner Facebookseite täglich öffentliche Beiträge schreiben. Und nach einer Woche die guten Taten jeweils auch hier im Blog zusammen fassen.

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Dies & Das

Wie oft hören wir, dass wir unser Leben bewusst geniessen sollen, solange wir die Möglichkeit und die Zeit dafür haben? Aber wer tut dies tatsächlich?

Häufig sind wir in unserem Alltag sehr eingebunden durch vielerlei Verpflichtungen. Unsere Agenda quillt geradezu über. Und das nicht nur zu Bürozeiten, sondern auch in der Freizeit. Ein Termin jagt den nächsten und viele klagen darüber, dass sie keine Zeit für die Hobbies, die schönen Dinge, oder auch nur für sich selber hätten.

Jeder der mit dem Tod in Berührung kommt – ganz gleich ob am Lebensende, durch einen Unfall oder eine Krankheit – zieht ein klares Resümee: Geniesse dein Leben, deine Unabhängigkeit und Freiheit in jeder einzelnen Minute. Lerne zu wissen, wie gut es dir geht. Das Klingt banal, ist aber vielen Menschen gar nicht bewusst. Ärgere dich nicht über Kleinigkeiten und nimm dir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge und die Menschen in deinem Umfeld.

Und wann beginnst du damit? Am besten Sofort!

Bleib stehen. Schau dich um. Atme durch. Nimm bewusst wahr was um dich herum passiert.

Und dann freu dich über das was du hast. Erfreue dich am Augenblick. Tue all das was du schon länger auf die lange Bank geschoben hast. Du wolltest schon immer mal eine neue Sprache lernen? Der beste Zeitpunkt dafür ist jetzt. Du hast ein neues Kleid im Schrank hängen, dass auf eine Gelegenheit wartet ausgeführt zu werden? Zieh es an! Hebst du das schöne Geschirr für das nächste Familienfest auf? Richte dein Mittagessen heute auf genau diesen Tellern an. Mach das was du schon immer mal machen wolltest. Trau dich. Und tue dir heute etwas Gutes.

Sich an den einfachen Dingen des lebens zu erfreuen, bedeutet sein Leben zu geniessen. (Kaibara Ekiken)

Jeder findet sein kleines Glück in anderen Dingen. Um dir eine kleine Inspiration zu geben, schreibe ich 50 Dinge auf, die mir Freude bereiten und mich glücklich machen.

  1. barfuss im Sand laufen
  2. lesen
  3. Filme schauen
  4. singen
  5. spazieren
  6. schreiben
  7. in den Himmel schauen
  8. für Gäste kochen
  9. bei schönem Wetter aufräumen
  10. ein Vollbad geniessen
  11. saunieren
  12. mit einem Freund / einer Freundin reden
  13. Spiele spielen
  14. knobbeln
  15. beim Kochen das essen probieren
  16. Sonnenblumenkerne essen
  17. Standup paddeln
  18. reisen
  19. fliegen
  20. das Auto einparken
  21. küssen
  22. bei Telefonieren am Fenster stehen und hinaus sehen
  23. lächeln
  24. laut lachen
  25. anderen durchs Haar fahren
  26. eine Katze streicheln
  27. an einem Baby riechen
  28. Streiche spielen
  29. jemanden ohne Grund beschenken
  30. in der Hängematte schaukeln
  31. im Kerzenlicht entspannen
  32. Badminton spielen
  33. neue Wörter lernen
  34. Dinge nach Farbe und Grösse sortieren
  35. Kindern beim spielen zusehen
  36. neues ausprobieren
  37. am Wasser (Fluss, See oder Meer) sein
  38. mit den Füssen durch das Herbstlaub streifen
  39. alte Fotos ansehen
  40. Klavier spielen
  41. ein Konzert besuchen
  42. mich an der Farbpracht der Tulpen im Frühling erfreuen
  43. schwimmen
  44. in frischer Bettwäsche schlafen
  45. einen Martini (mit Eis & Zitrone) trinken
  46. auf einen Aussichtsturm hinauf steigen
  47. nackt schlafen
  48. meinen Mitmenschen praktisch Gutes tun
  49. Tomaten frisch vom Strauch essen
  50. persönliche Post im Briefkasten finden

Finde heraus was dir persönlich gut tut. Schreibe es womöglich auf. Tue es und geniess es.

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Dankbarkeit

Zum Jahresende möchte ich einen Blick zurück wagen und euch erzählen wofür ich am meisten dankbar bin…

Das Jahr 2016 hatte für mich super viele glückliche Momente, viele Veränderungen aber auch schwere Zeiten parat. Und trotzdem bin ich sowohl für die dunklen Augenblicke, als auch für die Lichtblicke in meinem Leben sehr dankbar.

Ich bin auch diese Jahr wieder gereist und hatte die Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern. So gerne erinnere ich mich an den Italienurlaub mit meinem Sohn und bin nach wie vor dankbar, dass ich mutig genug war mich mit ihm in einen Bus zu sezten und einfach mal los zu fahren. Dafür wurde ich auch mit unzähligen Abenteuern, wundervollen Erinnerungen und unbezahlbarer gemeinsamer Zeit belohnt. Auch der Herbst-Trip mit meinem Liebsten nach Spanien gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Ich bin sehr dankbar mit ihm ein paar unvergessliche Erinnerungen geschaffen zu haben und dafür dass wir eine unglaublich erfüllte, entspannte und intensive Zeit miteinander hatten. Das Beste aber war die Möglichkeit mit der Schulklasse meiner Schwester eine Woche im Wattenmeer segeln zu gehen. Für mich war es das erste Mal auf einem Segelschiff und ein sagenhaft schönes Abenteuer. Durch diesen Trip wurde eine neue Leidenschaft in mir geweckt und am liebsten hätte ich anschliessend mindestens 3 Monate selber auf so einem Schiff angeheuert. Das Meer ist nun auch mein Zuhause.

Wie lange habe ich mich nach einem Mann an meiner Seite gesehnt, der mich erkennt und so liebt wie ich bin. Umso glücklicher schätze ich mich, dass ich diesen einen ganz besonderen Mann in Roland gefunden habe. Bei ihm darf ich einfach ich selbst sein und das ist von unschätzbarem Wert. An dieser Stelle bin ich für die Online-Dating Plattformen dankbar, ohne die wir uns garantiert eher nicht über den Weg gelaufen wären. Jede Minute mit diesem wunderbaren Mann ist ein Geschenk für mich. Keine Sorge er hat auch „Macken“. Aber für mich ist er perfekt! Und ich freue mich von ganzem Herzen auf alles was uns noch erwartet.

2016 war für mich aber auch ein Jahr des Abschieds. Ich habe aufgehört an Freundschaften fest zu halten, die nur einseitig fuktioniert haben und allein dadurch aufrecht erhalten wurden, dass ich mich stets gemeldet habe. Auf Dauer ist das nicht nur anstrengend, sondern auch äusserst unbefriedigend. Und siehe da, nach dem ich den schweren Entschluss gefasst habe los zu lassen, fand ich auch inneren Frieden mit dem Abschluss und wurde zufriedener.

Dieses Jahr habe ich auch meine beste Freundin Chris aus dem Leben verabschiedet. Sie hat mich in den zehn Jahren unserer Freundschaft durch schwere Zeiten begleitet, aufgebaut, getröstet, zum Lachen gebracht, mit mir gefeiert und gemotzt, mich immer wieder heraus gefordert und kritisiert, mir zugehört und mich vor allem so geliebt wie ich bin. Für diese Freundschaft bin ich sehr dankbar, auch wenn sie zeitlich begrenzt war. Auch dafür dass ich sie in den letzten Wochen, Tagen und Stunden ihres Lebens begleiten und ihre Hand halten dürfte, bin ich äusserst dankbar. Denn so herausfordernd und schmerzhaft diese Erfahrung der Sterbebegleitung für mich war, umso mehr wurde ich durch die intimen, ruhigen, traurigen und liebevollen Momente beschenkt.

Die Diagnose Brustkrebs wurde für mich persönlich zum Unwort des Jahres. Doch gerade wegen meiner (Rand-) Erfahrung mit dieser Krankheit bin ich auch sehr sensibel auf das Thema Vorsorge geworden. Ich untersuche mich regelmässig selber und rate das auch allen Frauen die ich kenne. Gott sei dank hat das auch zu einer frühzeitigen Erkennung des Brustkrebs bei einer weiterer Freundin geführt. Solange man gesund ist, weiss man seine Gesundheit in der Regel nicht zu schätzen. Ich sage dir geniess jede einzelne Minute deines Lebens in der du schmerzfrei bist und ungehindert deinem Alltag nachgehen kannst.

Durch die schweren Zeiten im letzten Jahr bin ich noch dakbarer für all das was ich bereits in meinem Leben habe, allem voran meine Gesundheit. Mein positiver Blick hat sich verstärkt und ich richte weiterhin meinen Fokus auf die guten Dinge aus. Das lässt sich aber im Jahr 2017 sicher nochmal steigern. 😉 Und die Gabe Grosses in den kleinen Dingen zu sehen will auch noch gepflegt werden.

Zu guter Letzt bin ich jedem einzelnen Leser dankbar (ganz gleich ob ich weiss, dass du diesen Artikel liest oder auch nicht). Ich wünsche dir viele erfüllte Momente im neuen Jahr und dass du das kleine Glück im hier und jetzt immer mehr wahr nehmen und geniessen kannst.

Für mich habe ich beschlossen (vorerst) nicht mehr weiter wöchentlich meine Dankbarkeitsposts zu schreiben und widme mich dafür anderen Themen. Lesen werdet ihr trotzden ganz bestimmt wieder etwas von mir, denn schreiben tue ich aus tiefstem Herzen gerne.

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Dankbarkeit

In dieser Woche bin ich für Folgendes dankbar…

 

  • für drei (wohlverdiente) freie Tage zum Wochenbeginn
  • für meine Autowerkstatt – super guter und zuverlässiger Service und immer freundliche Mitarbeiter – mein Auto glänzt wie neu
  • für eine wunderbare und intime Zeit der Gemeinschaft mit meinen Kleingruppen-Frauen
  • für das phantastische Gefühl mit meinem Team auf dem Eis zu gewinnen
  • dafür an ganz seltenen Morgen wieder ins Bett liegen können, wenn mein Schulkind das Haus verlassen hat
  • dafür seit zehn Jahren von ganzem Herzen liebend gern Mama zu sein und für meinen großartigen Sohn
  • für meinen gesunden Sohn der in dieser Woche glücklich seinen Geburtstag feiern darf
  • für eine aufregende, lustige und aktive Zeit mit meinem Sohn im Freizeitbad inklusive spritzigem Rutschvergnügen
  • für Fertigbackmischungen – so genial wenn es mal lecker sein darf aber sehr schnell gehen muss
  • für unsere Fähigkeit im Schlaf zu träumen – die meisten Träume verstehe ich nicht und oftmals erschrecken mich die Bilder auch, aber es ist erstaunlich
  • für eine Stunde Badminton nach Feierabend – trotzdem dass ich fünfmal verloren habe (und einmal hat mein Gegner mit links gespielt😅), hatte ich sehr viel Spaß
  • für einige verrückte Arbeitstage (inklusive medizinischen Isolationen dank Norovirus und Unmengen an Blut in Monovetten – womit man in der Psychiatrie nun gar nicht rechnet)
  • dafür immer wieder neue und interessante Menschen kennen zu lernen – diese Woche bei der Arbeit
  • für eine Jass-Partie, ich hatte seit zwei Jahren nicht mehr das Vergnügen zu spielen. Ich kann es noch! 😄
  • für die Freude eines Kindes über ein Geschenk – ganz gleich ob erst zwei oder schon zehn Jahre alt
  • dafür, dass bei der Jahreskontrolle mein Arzt nur gute News für mich parat hat
  • für all die engagierten Musiklehrer die den Kindern im Interricht eine neue Welt eröffnen
  • für die ehrliche Fürsorge und Großzügigkeit meines zweijährigen Patenkindes – sie hat ihren Schaukeldino mit Brokkoli gefüttert
  • für die Abwechslung bei der Arbeit – zwei Tage auf einer neuen Station mit neuen Gesichtern und vielen neuen Eindrücken
  • für die gelungene Kindergeburtstagsfeier im Technorama und dafür die Rückfahrt im Auto mit sechs aufgedrehten Schulkindern überlebt zu haben 😂
  • für ein entspanntes Vollbad im Kerzenschein
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Dankbarkeit

In dieser Woche bin ich für Folgendes dankbar…

 

  • für die Kraft am Montag Morgen aufzustehen, trotz der Aussicht auf eine 7-Arbeitstage-Woche
  • für meinen Verzicht auf Energydrinks – als Ersatz gibt es Mittags nun einen Multivitaminssaft
  • für die Sonne am heutigen Tag, diese sorgt für gute Stimmung und neue Motivation. Und ist übrigens auch das beste Antidepressiva das ich kenne! Also raus an die frische Luft und einen Spaziergang machen. 😉
  • für meinen Tiefgaragenparkplatz – auch wenn dieser 300 m weg vom Haus ist, gehe ich morgens gern an den anderen Autofahrern vorbei und schaue ihnen schmunzelnd dabei zu wie sie ihre gefrorenen Scheiben frei kratzen
  • für das gemeinsame Unihockey Training mit Eltern und Kindern – vor allem das Abschiessen zum aufwärmen hat mir irrsinnig viel Spass gemacht
  • für die vielen Sonnenstunden in dieser Woche
  • einmal mehr für mein sicheres Zuhause, mit Bett, Küche und viel Platz
  • für den schönen Adventskranz der nun an meiner Tür hängt und in einer Beschäftigungstherapiestunde in meiner Klinik entstanden ist
  • für Komplimente die ins Herz gehen – manchmal klingt das ganz banal wenn jemand zum Beispiel deine schöne Frisur lobt, aber wenn du merkst dass es vom Herzen kommt, versüsst es dir den Tag
  • für den Austausch mit anderen Müttern
  • für Entscheidungen die manchmal erst dann fallen, wenn man etwas laut ausspricht
  • dafür dass Abschied nehmen manchmal auch leichter fällt als gedacht – für alles im Leben gibt es einen bestimmten Zeitpunkt
  • für die leckere Orangencreme die ich für ein Geburtstagskind ausprobieren dürfte
  • für die „Bad-Taste“-Party die für viele Lacher und gute Unterhaltung gesorgt hat
  • für einen ruhigen Frühdienst
  • dafür dass am Sonntag Morgen um halb sieben die Strassen mir ganz allein gehören
  • für einen schönen Spaziergang im Wald zum abschalten und Kopf auslüften
  • dafür dass unsere Familien-Telefon-Kette im Notfall funktioniert
  • dafür mich an kalten Tagen an einem warmen Ofen wärmen zu dürfen
  • für Kirschkernkissen!
  • dafür dass mein Sohn meine lange Arbeitswoche ebenfalls gut überstanden hat
  • für die Geduld in der Erziehung (ist nicht jeden Tag gleich 😊) – weiss auch nicht so recht woher die kommt
  • für selbst gebackene Weihnachtsplätzchen
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