Dankbarkeit

Jahresrückblick 2016

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Zum Jahresende möchte ich einen Blick zurück wagen und euch erzählen wofür ich am meisten dankbar bin…

Das Jahr 2016 hatte für mich super viele glückliche Momente, viele Veränderungen aber auch schwere Zeiten parat. Und trotzdem bin ich sowohl für die dunklen Augenblicke, als auch für die Lichtblicke in meinem Leben sehr dankbar.

Ich bin auch diese Jahr wieder gereist und hatte die Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern. So gerne erinnere ich mich an den Italienurlaub mit meinem Sohn und bin nach wie vor dankbar, dass ich mutig genug war mich mit ihm in einen Bus zu sezten und einfach mal los zu fahren. Dafür wurde ich auch mit unzähligen Abenteuern, wundervollen Erinnerungen und unbezahlbarer gemeinsamer Zeit belohnt. Auch der Herbst-Trip mit meinem Liebsten nach Spanien gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Ich bin sehr dankbar mit ihm ein paar unvergessliche Erinnerungen geschaffen zu haben und dafür dass wir eine unglaublich erfüllte, entspannte und intensive Zeit miteinander hatten. Das Beste aber war die Möglichkeit mit der Schulklasse meiner Schwester eine Woche im Wattenmeer segeln zu gehen. Für mich war es das erste Mal auf einem Segelschiff und ein sagenhaft schönes Abenteuer. Durch diesen Trip wurde eine neue Leidenschaft in mir geweckt und am liebsten hätte ich anschliessend mindestens 3 Monate selber auf so einem Schiff angeheuert. Das Meer ist nun auch mein Zuhause.

Wie lange habe ich mich nach einem Mann an meiner Seite gesehnt, der mich erkennt und so liebt wie ich bin. Umso glücklicher schätze ich mich, dass ich diesen einen ganz besonderen Mann in Roland gefunden habe. Bei ihm darf ich einfach ich selbst sein und das ist von unschätzbarem Wert. An dieser Stelle bin ich für die Online-Dating Plattformen dankbar, ohne die wir uns garantiert eher nicht über den Weg gelaufen wären. Jede Minute mit diesem wunderbaren Mann ist ein Geschenk für mich. Keine Sorge er hat auch „Macken“. Aber für mich ist er perfekt! Und ich freue mich von ganzem Herzen auf alles was uns noch erwartet.

2016 war für mich aber auch ein Jahr des Abschieds. Ich habe aufgehört an Freundschaften fest zu halten, die nur einseitig fuktioniert haben und allein dadurch aufrecht erhalten wurden, dass ich mich stets gemeldet habe. Auf Dauer ist das nicht nur anstrengend, sondern auch äusserst unbefriedigend. Und siehe da, nach dem ich den schweren Entschluss gefasst habe los zu lassen, fand ich auch inneren Frieden mit dem Abschluss und wurde zufriedener.

Dieses Jahr habe ich auch meine beste Freundin Chris aus dem Leben verabschiedet. Sie hat mich in den zehn Jahren unserer Freundschaft durch schwere Zeiten begleitet, aufgebaut, getröstet, zum Lachen gebracht, mit mir gefeiert und gemotzt, mich immer wieder heraus gefordert und kritisiert, mir zugehört und mich vor allem so geliebt wie ich bin. Für diese Freundschaft bin ich sehr dankbar, auch wenn sie zeitlich begrenzt war. Auch dafür dass ich sie in den letzten Wochen, Tagen und Stunden ihres Lebens begleiten und ihre Hand halten dürfte, bin ich äusserst dankbar. Denn so herausfordernd und schmerzhaft diese Erfahrung der Sterbebegleitung für mich war, umso mehr wurde ich durch die intimen, ruhigen, traurigen und liebevollen Momente beschenkt.

Die Diagnose Brustkrebs wurde für mich persönlich zum Unwort des Jahres. Doch gerade wegen meiner (Rand-) Erfahrung mit dieser Krankheit bin ich auch sehr sensibel auf das Thema Vorsorge geworden. Ich untersuche mich regelmässig selber und rate das auch allen Frauen die ich kenne. Gott sei dank hat das auch zu einer frühzeitigen Erkennung des Brustkrebs bei einer weiterer Freundin geführt. Solange man gesund ist, weiss man seine Gesundheit in der Regel nicht zu schätzen. Ich sage dir geniess jede einzelne Minute deines Lebens in der du schmerzfrei bist und ungehindert deinem Alltag nachgehen kannst.

Durch die schweren Zeiten im letzten Jahr bin ich noch dakbarer für all das was ich bereits in meinem Leben habe, allem voran meine Gesundheit. Mein positiver Blick hat sich verstärkt und ich richte weiterhin meinen Fokus auf die guten Dinge aus. Das lässt sich aber im Jahr 2017 sicher nochmal steigern. 😉 Und die Gabe Grosses in den kleinen Dingen zu sehen will auch noch gepflegt werden.

Zu guter Letzt bin ich jedem einzelnen Leser dankbar (ganz gleich ob ich weiss, dass du diesen Artikel liest oder auch nicht). Ich wünsche dir viele erfüllte Momente im neuen Jahr und dass du das kleine Glück im hier und jetzt immer mehr wahr nehmen und geniessen kannst.

Für mich habe ich beschlossen (vorerst) nicht mehr weiter wöchentlich meine Dankbarkeitsposts zu schreiben und widme mich dafür anderen Themen. Lesen werdet ihr trotzden ganz bestimmt wieder etwas von mir, denn schreiben tue ich aus tiefstem Herzen gerne.

Alewtina R.
Ich bin in der Ukraine geboren, in Deutschland aufgewachsen und lebe nun in der Schweiz. Je 1/3 meines Lebens habe ich in einem anderem Land verbracht. Die unterschiedlichen Kulturen haben mich vielfältig geprägt und davon profitiert auch meine Schreibkunst.

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